Blog zur Partnerschaft

Blog zur Partnerschaft

Unsere Partnerschaft ist lebendig, ob im Erzbistum Hamburg oder im Bistum Iguazú. An dieser Stelle unserer Homepage erhalten Sie neben Informationen über Termine zur Bistumspartnerschaft im Erzbistum Hamburg auch Berichte von Begegnungen und Aktivitäten
aus unserem Partnerbistum:

 

Corona-Hilfe

20.000 Euro für argentinisches Partnerbistum

Das Erzbistum Hamburg hat seinem argentinischen Partnerbistum Puerto Iguazú 20.000 Euro als Nothilfe zur Verfügung gestellt. Mit dem Geld werden Menschen mit Lebensmitteln versorgt, die durch die Corona-Pandemie in Not geraten sind. Das Geld stammt aus dem Partnerschaftsfonds Iguazú, der aus Spenden finanziert wird. An den drei Pfarrstandorten Pozo Azul, Eldorado und Piray konnten Stationen zur Verteilung von Lebensmittelpaketen mit Grundnahrungsmitteln eingerichtet werden. Für drei Monate kann mit dieser Summe akut Not gelindert werden.

Die Corona-Pandemie und auch das Dengue-Fieber haben die Bevölkerung im Bistum Puerto Iguazú besonders stark getroffen. 60 Prozent der arbeitenden Bevölkerung haben dort keinen festen Arbeitsvertrag, keine Arbeitslosen- oder Krankenversicherung. Rund um die Städte leiden die Menschen unter den sehr strikten Ausgangssperren. Viele Menschen, die in den Tee- und Tabak-Plantagen arbeiten, wohnen oft in entlegenen Gebieten. Sie können ohne Autos nicht in die größeren Städte kommen, wo die Regierung einige Essensausgaben für Bedürftige eingerichtet hat. Etwa 3.000 Menschen aus 300 Familien sind somit praktisch von der Lebensmittelversorgung abgeschnitten.

Auch in den Städten sind viele Familien, die sich bisher über einfache Hilfsarbeiten die Existenz sichern konnten, jetzt auf Unterstützung angewiesen. Zum ersten Mal seit langer Zeit sieht man in Argentinien wieder ganze Bevölkerungsschichten, die akut von Hunger bedroht sind. Zur Corona-Pandemie kommt noch die Hyperinflation hinzu, die die Ersparnisse der Menschen vernichtet und die Möglichkeiten des argentinischen Staates zur Hilfe aushöhlt.

Mit dem Bistum Puerto Iguazú im Nordosten von Argentinien verbindet das Erzbistum Hamburg seit fast 25 Jahren eine Partnerschaft. Die fünf Bezirke der Provinz Misiones, die das Bistum Puerto Iguazú bilden, zählen zu den ärmsten Regionen Südamerikas. Zahlreiche Menschen leben dort in Elendsvierteln am Rande der Städte oder in großer Armut auf dem Land weit entfernt von städtischen Strukturen.

Partnerschaftsfonds Iguazú, IBAN: DE37 4006 0265 0000 0051 51, BIC: GENODEM1DKM (DKM Darlehnskasse Münster), Kennwort: Nothilfe Iguazu

In einem Video-Film bedanken sich unsere Schwestern und Brüder in Argentinen bei Spendern aus dem Erzbistum Hamburg. 

Bistum Puerto Iguazú hat einen neuen Bischof

Glückwunsch vom Erzbischof Heße

Am vergangenen Freitag, den 8. Mai 2020 wurde bekannt gegeben, dass für die Diözese Puerto Iguazú in Argentinien, seit 1996 Partnerbistum des Erzbistums Hamburg, ein neuer Bischof ernannt wurde. Es ist der bisherige Weihbischof der Erzdiözese La Plata Mons. Nicolás Baisi.

Mons. Baisi ist Jahrgang 1964, stammt aus der Hauptstadt Buenos Aires und wurde 1993 zum Priester geweiht. Nach verschiedenen Aufgaben in der Gemeindepastoral und einem Lizentiatsstudium in Rom, wurde er 2010 Weihbischof des Erzbistums La Plata.

Mons. Baisi ist Nachfolger von Bischof Marcello Martorell, der seit 2006 Bischof von Puerto Iguazú gewesen war und der bis zur Einführung des neuen Bischof Diözesanadministrator sein wird.
Erzbischof Dr. Stefan Heße hat dem neuen Bischof in einem Schreiben gratuliert und ihm Gottes reichen Segen für die neue Aufgabe in dieser nicht einfachen Zeit gewünscht und seiner Freude über eine gute künftige Zusammenarbeit Ausdruck verliehen.

Die Situation in Puerto Iguazú
Für unsere Geschwister im Glauben im Bistum Puerto Iguazú ist die Ernennung des neuen Bischofs ein Hoffnungszeichen in einer Zeit, die durch den Lockdown des öffentlichen Lebens ihren Alltag stark beeinträchtigt ist. Die Spenden aus dem Erzbistum Hamburg in den letzten Wochen waren bereits wichtige Zeichen der christlichen Solidarität und Nächstenliebe mit den Menschen vor allem aus den Armenvierteln im Bistum Puerto Iguazú. Der Ankauf von Lebensmitteln konnte so ermöglicht werden. Hilfe über die Kirchengemeinden und die Caritas unseres Partnerbistums ist jedoch weiterhin dringend notwendig. In dieser dramatischen Lage sind die Menschen, die keine feste Anstellung und Absicherung haben auf die Unterstützung durch die Gemeindeküchen angewiesen, die die Initiativen der Kirchengemeinden, der Caritas mit ihren ehrenamtlichen
Teams organisieren. Sie brauchen unsere Hilfe, um weiterhin aktiv sein zu können und der immer größeren werdenden Anfrage einigermaßen gerecht werden zu können.
Unterstützen Sie weiterhin für unsere Geschwister im Glauben in Argentinien!
Spenden können über das Spendenkonto des Erzbistums an den Partnerschaftsfonds Iguazú überwiesen werden:

Spendenkonto des Erzbistums Hamburg
IBAN: DE37 4006 0265 0000 0051 51
BIC: GENODEM1DKM
DKM Darlehnskasse Münster
Verwendungszweck "Nothilfe Iguazú Mai 2020"

Für weitere Informationen:
Dr. Michael Becker, Referent für weltkirchliche Aufgaben
Email: becker@erzbistum-hamburg.de

Brief von Diakon Dr. Vetter an das Erzbistum Hamburg

Unser Partnerbistum in Zeiten der Corona-Pandemie - Ihre Hilfe ist dringender denn je gefragt

Diakon Dr. Vetter, der Initiator und Ansprechpartner unserer Bistumspartnerschaft von argentinischer Seite, schrieb an das Erzbistum und seine Mitglieder einen Brief. Er schreibt darin über die besondere Situation, die die Coronavirus-Pandemie in Argentinien verursacht und welche besondere Herausforderung es für die Bedürftigen bedeutet. 

Die Bistumspartnerschaft hat in ihrem Partnerschaftsfonds Iguazú ein besonderes Nothilfebudget für die Corona Hilfe eingerichtet, das für viele Menschen buchstäblich die letzte Rettung vor dem absoluten Elend bedeutet. Denn die meisten Menschen dort haben keine Kranken- oder Arbeitslosenversicherung. Möglichkeiten eines Kurzarbeitergeldes, wie sie bei uns bestehen, existieren in Argentinien nicht. In der Regel leben gerade die zahlreichen Menschen am Rande des Existenzminimums von der Hand in den Mund und haben kaum Ersparnisse.

Spenderinnen und Spender aus dem Erzbistum ermöglichten mit ihren Spenden bereits den Ankauf von Mehl, Öl, Hefe und Zucker in Buenos Aires durch die Caritas des Bistums Puerto Iguazú. Notleidende Familien konnten so mit den grundlegenden Lebensmitteln in Rahmen von Ausgangssperren versorgt werden.

Unterstützen Sie weiterhin unsere Geschwister im Glauben in Argentinien!
Spenden können über das Spendenkonto des Erzbistums an den Partnerschaftsfonds Iguazú überwiesen werden:

Spendenkonto des Erzbistums Hamburg
IBAN: DE37 4006 0265 0000 0051 51
BIC: GENODEM1DKM
DKM Darlehnskasse Münster
Verwendungszweck " Nothilfe Iguazú"

Lesen Sie hier den Brief von Diakon Gerardo Vetter.

 

Musikprojekt „Konferenz der unerhörten Stimmen“ verbindet

Schülerinnen und Schüler aus Hamburg spenden Corona-Hilfe für Gleichaltrige in Eldorado

Im Februar 2020 waren sie noch in einem gemeinsamen Musikprojekt per Liveschaltung verbunden: die Schülerinnen und Schüler der Katholischen Schule Eulenstraße, der Katholischen Schule Harburg und der Schule Divino Nino Jesús im argentinischen Eldorado in der Partnerdiözese Puerto Iguazú des Erzbistums Hamburg. 

In der Corona-Krise, die in einer der ärmsten Regionen des südamerikanischen Landes die Menschen extrem beeinträchtigt, zeigen die jungen Hamburgerinnen und Hamburger und das künstlerische Team jetzt ihre Verbundenheit – und überweisen den Spendenerlös zweier Musikabende im St. Marien-Dom in Höhe von 1.000 Euro zur Linderung der unmittelbaren Not betroffener argentinischer Familien. 

„Das ist ein notwendiges Zeichen der Solidarität in schwierigen Zeiten. Es zeigt auch: Wir sind mit unserem Kulturprojekt grenzüberschreitend zusammengewachsen.
Und das wollen wir auch in dieser Form zum Ausdruck bringen", so Dr. Bettina Knauer, Leiterin des Kulturforum21 der katholischen Schulen in Hamburg. 

Beim gemeinsamen Musikprojekt „ARCHE", das im Februar unter der Regie von Theresa von Halle aufgeführt wurde, hatten sich die Kinder und Jugendlichen der drei Schulen über Umweltschutz und die Vernichtung der argentinischen Wälder ausgetauscht. Von beiden Seiten entstanden musikalische Szenen, die zur Aufführung kamen. Der Rettungsring – ein Requisit in den Aufführungen – hat nun mit der Spende eine ganz neue Bedeutung bekommen.

Hier mehr Infos zum Musikprojekt "ARCHE"

 

Jahresbericht 2019 des Partnerschaftsfonds Iguazú

Danke für die Unterstützung unserer Geschwister im Glauben

Der Arbeitskreis Iguazú im Erzbistum Hamburg dankt allen Spenderinnen und Spendern, die im Jahr 2019 mit ihren Spenden den Partnerschaftsfonds Iguazú und seine Arbeit für die Menschen in unserem Partnerbistum unterstützt haben.

Gerne berichten wir Ihnen in unserem Jahresbericht 2019 über die Förderprogramme, die der Partnerschaftsfonds im vergangenen Jahr unterstützen konnte und die Einzelhilfen, die in akuten Notlagen aus dem Notlagenbudget geleistet werden konnten. Die Arbeit des Fonds finanziert sich ausschließlich aus Spenden.

Es freut uns sehr, dass die Tätigkeit des Partnerschaftsfonds vermehrt auch durch Aufrufe zu Anlassspenden bedacht wird. So rief 2019 etwa Christopher Braun (Hamburg) anlässlich seines 60. Geburtstags zu Spenden statt Geschenken auf. Danke für 4.560 €, die Projekten im ökologischen Landbau der Katholischen Agrarfachhochschule Capiovi für die indigene Bevölkerung im Bistum Puerto Iguazú zu Gute kommen!

Werben auch Sie um Spenden für den Partnerschaftsfonds! Informationen und Beratung:
Dr. Christian Fischbach, Stabsstelle Fundraising
bistumspartnerschaft@erzbistum-hamburg.de / Tel.: (040) 24877 - 357

Hier können Sie sich den Jahresbericht 2019 ansehen.

Haben Sie Fragen oder möchten Sie nähere Informationen zur Unterstützung der Programme und Projekte der Bistumspartnerschaft? Dann melden Sie sich gerne unter an Dr. Michael Becker:
bistumspartnerschaft@erzbistum-hamburg.de / Tel.: (040) 24877 - 355

(Foto: Ehepaar Braun bei der Begrüßung der Geburtstagsgäste; pivat)

 

Bistumspartnerschaft Iguazú bei der Hamburger „Nacht der Kirchen" am 14.9.2019

Auf dem Domplatz und in der St. Ansgar-Kapelle (Schmilinskystraße 78) stellen das Erzbistum Hamburg und die Spanischsprachige Katholische Mission das Partnerbistum Iguazú und die Projekte unserer Partnerschaft bei der „Nacht der Kirchen" in Hamburg vor.

Domplatz:

19.15 Uhr: Tango, Milonga und Salza Argentinische Musik auf dem Domplatz, Maciej Lyczek - Gitarre und Gesang

St. Ansgar-Kapelle:

20.00 Uhr: Gitarrenmusik und Poesie aus Argentinien - Unser Herz schlägt für die Menschen im Bistum Iquazu

Argentinische Musik und Poesie, Maciej Lyczek  - Gitarre und Gesang, und Maria Ester A. Morales - Rezitation sowie Information über Projekte der Partnerschaft Hamburg, Missiones/Argentinien

 

Gemüsegarten im Urwald

Kinder des Volksstamms Mbya Guaraní legen einen Gemüsegarten an. Nach langen, lieben und geduldsamen Annäherungen im Namen des Herrn dürfen Lehrer der Hochschule für Agrarwissenschaft heute das Vertrauen dieser Familien genießen. Die Mbya Indios leben von dem was der Urwald ihnen gibt. Leider Gottes wird es im Wald immer spärlicher mit den natürlichen Ressourcen. Allein von jagen und fischen werden die Mbya Guaraní-Familien heute nicht mehr satt.
Gut ist, dass die katholische Hochschule von Capioví nicht von oben nach unten schaut auf die kleinen Menschen sondern wie Jesus auch, den Menschen auf Augenhöhe genau dort begegnet wo sie sich an den Rand geschoben fühlen.
Mit Unterstützung aus Bargteheide können die Lehrer und Schülers des Agrarinstitutes heute gemeinsam mit den Mbya Indios einen super Gemüsegarten anlegen.
Die Hoffnung in Christus trägt uns. Niemand kann alleine diese Welt retten, Gott braucht uns alle!

 

Installierung eines Bioreaktors für Kleinbauern

Mit Unterstützung von Schwestern und Brüdern aus Bargteheide und Fördermitteln des Partnerschaftsvereins Hamburg-Iguazú haben Lehrer des Agrarinstituts PROCAYPA in Capioví, einen extra für Mikroorganismen in Tropen angepassten Bioreaktor installiert.

Damit können Kleinbauern in der Gegend von Barrio Buchholz (Capioví) die Erzeugung von Bio-Dünger wesentlich beschleunigen. Mit dieser neuartigen Bioverfahrenstechnik wird ab jetzt nachhaltig organischer Abfall von Acker und Haushalt abgebaut.

Dazu bewegende Worte von Schulleiter Celso Limberger:
"Im Namen von diesen Familien sind wir unseren Schwestern und Brüdern in Hamburg sehr dankbar. Wir werden nun auch unseren Schülern zeigen und ganz praktisch beibringen, dass wir gemeinsam lernen müssen besser auf unsere Welt aufzupassen. Die Erste Welt und die Dritte Welt sind nur Eine Welt. Eure Unterstützung aus Hamburg ist wichtig weil wir uns nur so, gemeinsam helfen können, eine umweltfreundlichere Welt für die nächsten Generationen zu schaffen".

 

Aus Freundschaft wird Partnerschaft

Aus Freundschaft wird Partnerschaft

Unser Glaube verbindet uns nicht nur in den verschiedenen Regionen des Erzbistums Hamburg miteinander. Seit dem Jahr 1996 besteht auch eine Verbindung über Kontinente hinweg in der Partnerschaft zwischen dem Erzbistum Hamburg und dem Bistum Puerto Iguazú in Argentinien.
Ihren Anfang nahm unsere Partnerschaft mit dem Kontakt zu deutsch-stämmigen Diakon Gerardo Vetter und seiner Familie. Er musste aus der Provinz Misiones in Argentinien aufgrund seines großen sozialpolitischen Engagements für die armen und landlosen Menschen fliehen. In seiner Heimat wurde Diakon Vetter massiv bedroht.

Die katholische Kirchengemeinde in Hamburg-Hamburg nahm ihn und seine Familie in den Jahren 1996 und 1997 auf. Für das Erzbistum arbeitete er in den beiden Jahren als Seelsorger. Viele Freundschaften aus dieser Zeit blieben bestehen.

Nach seiner Rückkehr nach Argentinien entwickelte sich daraus eine Partnerschaft, die 2015 offiziell in einem Vertrag zwischen den Bistümern Hamburg und Iguazú definiert wurde. Projekte und Aktivitäten wurden initiiert und auf den Weg gebracht. Viele Begegnungen haben seither stattgefunden.

Das Bistum Iguazú

Das Bistum Iguazú

Der Fluss „Iguazú" und die beeindruckenden gleichnamigen Wasserfälle im tropischen Regenwald fallen uns hier in Deutschland als erstes ein, wenn wir an die Region im Norden Argentiniens denken, in der unser Partnerbistum in der Provinz Misiones liegt.
Doch jenseits der Naturschönheiten und südamerikanischer Lebensfreude sind die Menschen vor Ort in ihrem Alltag vor allem jedoch von Armut, Landflucht, Arbeits- und Perspektivlosigkeit für das eigene Leben geprägt.

Die Provinz Misiones im Grenzgebiet zu Brasilien und Paraguay gehört zu den fünf ärmsten Provinzen von ganz Argentinien. 65 % der Menschen dort leben unter der Armutsgrenze. Daher ist auch das Bistum Iguazú selbst ein wirtschaftlich sehr armes Bistum.

Das Bistum wurde 1986 errichtet. Der erste Bischof war Joaquín Piña Batllevell SJ (1986–2006), seit 2006 ist Marcelo Raúl Martorell Bischof unserer Partnerdiözese.

Auf der Fläche des Bistums von gut 17.0000 km² leben etwa 245.000 Menschen, von denen ca. 75 Prozent Katholiken sind. Zur Diözese gehören 30 Pfarreien, die sich jeweils aus weiteren Kapellengemeinden zusammensetzen.

Zwischen größeren Städten, Armenvierteln und dünnbesiedelten ländlichen Gebieten sind die Pfarrer sind ständig im Rahmen ihrer Seelsorge unterwegs. Gerade auch die Betreuung der vielen kleinen Kapellengemeinden in den Armenvierteln ist eine wichtige Aufgabe für sie.

Unsere Partner in Iguazú engagieren sich mit Hilfe des Erzbistums in drängenden sozialen Problemfeldern: Gegen die Unterernährung der Kinder, für bessere Zugänge zur Schule, für die Persönlichkeitsbildung der Kinder und für die Schaffung von Perspektiven durch berufliche Bildung.

Unsere Projekte

Unsere Projekte

Perspektiven aus der Armut

Milchbecherprojekt fördert Eigeninitiative

Die „Milchbechergruppen" bildeten den Start der Projekte für Iguazú. An den Gemeindetreffpunkten in den Elendsvierteln erhalten Kinder täglich einen Becher Milch und ein Stück Brot. Die Mütter erhalten Beratung zu Ernährungs- und Hygienefragen. Am Stützpunkt Eldorado entwickelte eine Müttergruppe im Jahr 2016 das Konzept einer Nähstube. Die Mütter entwickelten die Idee, für sich und ihre Kinder zu nähen und gleichzeitig etwas zum Lebensunterhalt dazuzuverdienen.

Heute ist die Nähstube Realität

Sechs Nähmaschinen wurden durch Spenden aus dem Erzbistum angeschafft. Beim Besuch unseres Erzbischofs zeigten die Frauen begeistert ihre Werke und erzählten: „Jesus hat uns umarmt. Zum ersten Mal können wir für uns und unsere Kinder Lebensperspektiven aufbauen."

Unsere Reisegruppe aus dem Erzbistum Hamburg erlebte die Freude vor Ort sehr eindrücklich: Die Frauen können oft nicht lesen und schreiben. Aber sie sind lebensfroh und entwickeln durch Eigeninitiative Perspektiven.

Nothilfe aus Hamburg und Haussegen des Erzbischofs

"Mein Name ist Gladys Gonzalez. Mit meinen Kindern Carlos und Luján lebte ich in einer Hütte nahe einem Wassergraben. Eine Überschwemmung machte uns obdachlos. Dank Spenden der Kirchengemeinden Eimsbüttel und Harburg in Hamburg sowie eines Spenders aus Mecklenburg konnten wir eine neue, sichere Hütte errichten. Für diese Hilfe bin ich unendlich dankbar. Im letzten Winter kam sogar Erzbischof Stefan und segnete unser neues Heim. Um etwas von meinem Glück zu teilen, engagiere ich mich jetzt in der Gemeindecaritas. Bei uns zuhause erhalten Nachbarskinder täglich – mit unserem Tischsegen – einen Becher Milch."

Hoffnung für San Pedro

Weihnachtsbasar für Erdbeeranbau

Spendengelder u.a. aus den Adventsbasaren der Gemeinde St. Michael in Bargteheide ermöglichten den Ankauf von Werkzeugen, Baumaterialien und Saatgut für eine arme Familie Ostapiuk in San Pedro. Heute produziert die Familie Erdbeeren nicht nur für den Eigenverbrauch, sondern auch für den Verkauf. So wird eine Schulausbildung für die Kinder und eine ärztliche Versorgung für alle Familienangehörige möglich.

Hilfe zur Selbsthilfe für Kleinbauern

Die Gemeinde San Pedro grenzt an Brasilien. Eine subtropische Pflanzenwelt und rötliche Erde prägen die Landschaft. Kleinbauern bieten Mais und Früchte am Straßenrand an. Seit vielen Generationen leben sie außerhalb der staatlichen Ordnung, immer in Angst vor Vertreibung. Mit Hilfe von engagierten Spenderinnen und Spendern aus dem Erzbistum hat eine Stiftung des Bistums Iguazú einige Hektar Land gekauft und es den Bauern zur Verfügung gestellt: Die sogenannte „Lote H". Dort gibt es Strom und Hilfe für den Anbau. Die Bauern sind glücklich über die Unterstützung.

Kindern Chancen aufzeigen

Schulpartnerschaft ebnet Wege zu besserer Bildung

Das Instituto San Miguel ist bereits seit 2007 die Partnerschule der Katholischen Schule Hamburg-Harburg. Sie ist eine Primaria, also eine Grundschule, und einzige Schule in dem Armenviertel. Dank der Förderung durch die Partnerschaft hat sie sich zu einem Leuchtturm im Viertel entwickelt. Aber: Kaum ein Kind kann auf die weiterführende Schule gehen. Die finanzielle Situation der Familien im Armenviertel lässt dies nicht zu. Der Besuch der Sekundaria ist aber Voraussetzung für eine gute Ausbildung und gesicherte Existenz. Über die Schulpartnerschaft wurde 2012 ein Förderprogramm ins Leben gerufen. Dieses gibt Schülern die Chance zum Besuch weiterführender Schulen. Jeweils zum Schuljahresende werden bis zu drei Schüler  ausgewählt, deren Schulbesuch mit monatlich 50 Euro unterstützt wird: Für den Kauf von Schuluniform, Schuhen, Busfahrkarten, Schulmaterial etc.

Ein Spenderkreis finanziert dieses Programm. Derzeit nehmen 14 Schüler daran teil. Die ersten beiden Schüler haben im Dezember 2017 die Sekundaria abgeschlossen. Sie befinden sich jetzt im Studium bzw. in der Berufsvorbereitung. Das ist ein Novum in der Geschichte dieser Schule, was Mut macht und zum Lernen motiviert.

Musikpatenschaft – Chancen für Kinder durch Musik

Kinder benötigen für ihr Leben mehr als Nahrung und eine Bleibe. Eine gute Entwicklung kann durch Singen und Musizieren gefördert werden. Gerade für Kinder in sozialen Notlagen kann Musik stärkend wirken. Beim Singen in einem Chor, beim Erlernen eines Instrumentes und gemeinsamen Spiel erfahren sie Gemeinschaft, Freude, Erfolg, aber auch Halt sowie soziale Kompetenz für ihren Alltag und ihre Zukunft. Seit dem Jahr 2016 besteht in einem Armenviertel der Stadt Eldorado ein Kinderchor, der zweimal wöchentlich unter Anleitung eines Musikpädagogen singt.

Ziel ist es, auch einen Jugendchor aufzubauen, denn gerade Kinder in den Armenvierteln sind gefährdet in die Kriminalität abzurutschen.

Mehr Informationen hier.

Begegnung im Glauben

Begegnung im Glauben

Die Partnerschaft zwischen den Bistümern hat im Laufe der Jahre intensive Freundschaften und Begegnungen hervorgebracht. Erste karitative Projekte begannen im Jahr 2001 und werden bis heute aufrechterhalten.
Diese Projekte haben unmittelbare positive Auswirkung auf die Lebensqualität der Menschen. Regelmäßig verbringen junge Erwachsene ihr Freiwilliges Jahr im Bistum Iguazú. Im Umfeld von Weltjugendtagen treffen sich immer wieder Jugendlichen aus unseren Bistümern. Auch durch diese Begegnungen entstanden langjährige Freundschaften. Zum 10-jährigen Jubiläum der Schulpartnerschaft flog eine Schülergruppe der Katholischen Schule Harburg selbstfinanziert nach Eldorado. Auch die beiden Bischöfe haben sich bei Begegnungen kennengelernt.

Gerade der Austausch von persönlichen Begegnungen vor allem junger Menschen aus beiden Bistümern, der bisher schon sehr fruchtbar war, soll schrittweise ausgeweitet werden.

Kontakte zu Freiwilligendiensten in Iguazú:

Koordinator Dr. Michael Becker

Erzbistum Hamburg
Referent Fachbereich Weltkirche / missio-Diözesanstelle
Am Mariendom 4
Tel. (040) 248 77 – 355
becker@erzbistum-hamburg.de

Ihre Spende für Iguazú

Ihre Spende für Iguazú

Der Erzbischöfliche „Partnerschaftsfonds Iguazú" unterstützt kirchlich-ehrenamtliches Engagement in unserem Partnerbistum. Gefördert wird insbesondere die Gemeindecaritas, in der sich Freiwillige zur Verbesserung des Gemeinwohls nahezu ausschließlich engagieren. Jeder zur Verfügung stehende Euro wird so durch vielfaches menschliches Engagement der Gemeindecaritas vor Ort aufgewertet und multipliziert.

Durch die Hilfen erfahren die am Rand der Gesellschaft stehenden Menschen Wertschätzung. Sie werden motiviert, selbst aktiv zu werden. Mit ihren Aktivitäten zur Sicherung ihrer eigenen Existenz werden sie selbst zum positiven Vorbild für ihre Mitmenschen. Die Verwendung der Mittel wird durch das Erzbistum Hamburg laufend kontrolliert und die Ergebnisse evaluiert.

Die Hilfen sollen den Menschen im Partnerbistum Iguazú Zukunftsperspektiven eröffnen und ihnen ein Leben in Würde ermöglichen. Ihre Spende oder eine dauerhafte Unterstützung können z. B. Folgendes zur Verbesserung der Lebenssituation bewirken:

 

  • Mit 10 Euro tragen Sie zur Grundversorgung eines Kindes mit Nahrungsmitteln für einen Monat bei.
  • Mit 50 Euro ermöglichen Sie einem Jugendlichen den Besuch einer weiterführenden Schule für einen Monat.
  • Mit 150 Euro tragen Sie die Kosten für das Monatshonorar eines Musikpädagogen in einem Armutsviertel.
  • Mit 500 Euro ermöglichen Sie es einer Familie, auf einem kleinen Stück Land sesshaft zu werden und vom Ackerbau zu leben.

Onlinespenden sind hier möglich.


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