Blog zur Partnerschaft

Blog zur Partnerschaft

Unsere Partnerschaft ist lebendig, ob im Erzbistum Hamburg oder im Bistum Iguazú. An dieser Stelle unserer Homepage erhalten Sie neben Informationen über Termine zur Bistumspartnerschaft im Erzbistum Hamburg auch Berichte von Begegnungen und Aktivitäten
aus unserem Partnerbistum:

 

Bistumspartnerschaft Iguazú bei der Hamburger „Nacht der Kirchen" am 14.9.2019

Auf dem Domplatz und in der St. Ansgar-Kapelle (Schmilinskystraße 78) stellen das Erzbistum Hamburg und die Spanischsprachige Katholische Mission das Partnerbistum Iguazú und die Projekte unserer Partnerschaft bei der „Nacht der Kirchen" in Hamburg vor.

Domplatz:

19.15 Uhr: Tango, Milonga und Salza Argentinische Musik auf dem Domplatz, Maciej Lyczek - Gitarre und Gesang

St. Ansgar-Kapelle:

20.00 Uhr: Gitarrenmusik und Poesie aus Argentinien - Unser Herz schlägt für die Menschen im Bistum Iquazu

Argentinische Musik und Poesie, Maciej Lyczek  - Gitarre und Gesang, und Maria Ester A. Morales - Rezitation sowie Information über Projekte der Partnerschaft Hamburg, Missiones/Argentinien

Gemüsegarten im Urwald

Kinder des Volksstamms Mbya Guaraní legen einen Gemüsegarten an. Nach langen, lieben und geduldsamen Annäherungen im Namen des Herrn dürfen Lehrer der Hochschule für Agrarwissenschaft heute das Vertrauen dieser Familien genießen. Die Mbya Indios leben von dem was der Urwald ihnen gibt. Leider Gottes wird es im Wald immer spärlicher mit den natürlichen Ressourcen. Allein von jagen und fischen werden die Mbya Guaraní-Familien heute nicht mehr satt.
Gut ist, dass die katholische Hochschule von Capioví nicht von oben nach unten schaut auf die kleinen Menschen sondern wie Jesus auch, den Menschen auf Augenhöhe genau dort begegnet wo sie sich an den Rand geschoben fühlen.
Mit Unterstützung aus Bargteheide können die Lehrer und Schülers des Agrarinstitutes heute gemeinsam mit den Mbya Indios einen super Gemüsegarten anlegen.
Die Hoffnung in Christus trägt uns. Niemand kann alleine diese Welt retten, Gott braucht uns alle!

Installierung eines Bioreaktors für Kleinbauern

Mit Unterstützung von Schwestern und Brüdern aus Bargteheide und Fördermitteln des Partnerschaftsvereins Hamburg-Iguazú haben Lehrer des Agrarinstituts PROCAYPA in Capioví, einen extra für Mikroorganismen in Tropen angepassten Bioreaktor installiert.

Damit können Kleinbauern in der Gegend von Barrio Buchholz (Capioví) die Erzeugung von Bio-Dünger wesentlich beschleunigen. Mit dieser neuartigen Bioverfahrenstechnik wird ab jetzt nachhaltig organischer Abfall von Acker und Haushalt abgebaut.

Dazu bewegende Worte von Schulleiter Celso Limberger:
"Im Namen von diesen Familien sind wir unseren Schwestern und Brüdern in Hamburg sehr dankbar. Wir werden nun auch unseren Schülern zeigen und ganz praktisch beibringen, dass wir gemeinsam lernen müssen besser auf unsere Welt aufzupassen. Die Erste Welt und die Dritte Welt sind nur Eine Welt. Eure Unterstützung aus Hamburg ist wichtig weil wir uns nur so, gemeinsam helfen können, eine umweltfreundlichere Welt für die nächsten Generationen zu schaffen".

Aus Freundschaft wird Partnerschaft

Aus Freundschaft wird Partnerschaft

Unser Glaube verbindet uns nicht nur in den verschiedenen Regionen des Erzbistums Hamburg miteinander. Seit dem Jahr 1996 besteht auch eine Verbindung über Kontinente hinweg in der Partnerschaft zwischen dem Erzbistum Hamburg und dem Bistum Puerto Iguazú in Argentinien.
Ihren Anfang nahm unsere Partnerschaft mit dem Kontakt zu deutsch-stämmigen Diakon Gerardo Vetter und seiner Familie. Er musste aus der Provinz Misiones in Argentinien aufgrund seines großen sozialpolitischen Engagements für die armen und landlosen Menschen fliehen. In seiner Heimat wurde Diakon Vetter massiv bedroht.

Die katholische Kirchengemeinde in Hamburg-Hamburg nahm ihn und seine Familie in den Jahren 1996 und 1997 auf. Für das Erzbistum arbeitete er in den beiden Jahren als Seelsorger. Viele Freundschaften aus dieser Zeit blieben bestehen.

Nach seiner Rückkehr nach Argentinien entwickelte sich daraus eine Partnerschaft, die 2015 offiziell in einem Vertrag zwischen den Bistümern Hamburg und Iguazú definiert wurde. Projekte und Aktivitäten wurden initiiert und auf den Weg gebracht. Viele Begegnungen haben seither stattgefunden.

Das Bistum Iguazú

Das Bistum Iguazú

Der Fluss „Iguazú" und die beeindruckenden gleichnamigen Wasserfälle im tropischen Regenwald fallen uns hier in Deutschland als erstes ein, wenn wir an die Region im Norden Argentiniens denken, in der unser Partnerbistum in der Provinz Misiones liegt.
Doch jenseits der Naturschönheiten und südamerikanischer Lebensfreude sind die Menschen vor Ort in ihrem Alltag vor allem jedoch von Armut, Landflucht, Arbeits- und Perspektivlosigkeit für das eigene Leben geprägt.

Die Provinz Misiones im Grenzgebiet zu Brasilien und Paraguay gehört zu den fünf ärmsten Provinzen von ganz Argentinien. 65 % der Menschen dort leben unter der Armutsgrenze. Daher ist auch das Bistum Iguazú selbst ein wirtschaftlich sehr armes Bistum.

Das Bistum wurde 1986 errichtet. Der erste Bischof war Joaquín Piña Batllevell SJ (1986–2006), seit 2006 ist Marcelo Raúl Martorell Bischof unserer Partnerdiözese.

Auf der Fläche des Bistums von gut 17.0000 km² leben etwa 245.000 Menschen, von denen ca. 75 Prozent Katholiken sind. Zur Diözese gehören 30 Pfarreien, die sich jeweils aus weiteren Kapellengemeinden zusammensetzen.

Zwischen größeren Städten, Armenvierteln und dünnbesiedelten ländlichen Gebieten sind die Pfarrer sind ständig im Rahmen ihrer Seelsorge unterwegs. Gerade auch die Betreuung der vielen kleinen Kapellengemeinden in den Armenvierteln ist eine wichtige Aufgabe für sie.

Unsere Partner in Iguazú engagieren sich mit Hilfe des Erzbistums in drängenden sozialen Problemfeldern: Gegen die Unterernährung der Kinder, für bessere Zugänge zur Schule, für die Persönlichkeitsbildung der Kinder und für die Schaffung von Perspektiven durch berufliche Bildung.

Unsere Projekte

Unsere Projekte

Perspektiven aus der Armut

Milchbecherprojekt fördert Eigeninitiative

Die „Milchbechergruppen" bildeten den Start der Projekte für Iguazú. An den Gemeindetreffpunkten in den Elendsvierteln erhalten Kinder täglich einen Becher Milch und ein Stück Brot. Die Mütter erhalten Beratung zu Ernährungs- und Hygienefragen. Am Stützpunkt Eldorado entwickelte eine Müttergruppe im Jahr 2016 das Konzept einer Nähstube. Die Mütter entwickelten die Idee, für sich und ihre Kinder zu nähen und gleichzeitig etwas zum Lebensunterhalt dazuzuverdienen.

Heute ist die Nähstube Realität

Sechs Nähmaschinen wurden durch Spenden aus dem Erzbistum angeschafft. Beim Besuch unseres Erzbischofs zeigten die Frauen begeistert ihre Werke und erzählten: „Jesus hat uns umarmt. Zum ersten Mal können wir für uns und unsere Kinder Lebensperspektiven aufbauen."

Unsere Reisegruppe aus dem Erzbistum Hamburg erlebte die Freude vor Ort sehr eindrücklich: Die Frauen können oft nicht lesen und schreiben. Aber sie sind lebensfroh und entwickeln durch Eigeninitiative Perspektiven.

Nothilfe aus Hamburg und Haussegen des Erzbischofs

"Mein Name ist Gladys Gonzalez. Mit meinen Kindern Carlos und Luján lebte ich in einer Hütte nahe einem Wassergraben. Eine Überschwemmung machte uns obdachlos. Dank Spenden der Kirchengemeinden Eimsbüttel und Harburg in Hamburg sowie eines Spenders aus Mecklenburg konnten wir eine neue, sichere Hütte errichten. Für diese Hilfe bin ich unendlich dankbar. Im letzten Winter kam sogar Erzbischof Stefan und segnete unser neues Heim. Um etwas von meinem Glück zu teilen, engagiere ich mich jetzt in der Gemeindecaritas. Bei uns zuhause erhalten Nachbarskinder täglich – mit unserem Tischsegen – einen Becher Milch."

Hoffnung für San Pedro

Weihnachtsbasar für Erdbeeranbau

Spendengelder u.a. aus den Adventsbasaren der Gemeinde St. Michael in Bargteheide ermöglichten den Ankauf von Werkzeugen, Baumaterialien und Saatgut für eine arme Familie Ostapiuk in San Pedro. Heute produziert die Familie Erdbeeren nicht nur für den Eigenverbrauch, sondern auch für den Verkauf. So wird eine Schulausbildung für die Kinder und eine ärztliche Versorgung für alle Familienangehörige möglich.

Hilfe zur Selbsthilfe für Kleinbauern

Die Gemeinde San Pedro grenzt an Brasilien. Eine subtropische Pflanzenwelt und rötliche Erde prägen die Landschaft. Kleinbauern bieten Mais und Früchte am Straßenrand an. Seit vielen Generationen leben sie außerhalb der staatlichen Ordnung, immer in Angst vor Vertreibung. Mit Hilfe von engagierten Spenderinnen und Spendern aus dem Erzbistum hat eine Stiftung des Bistums Iguazú einige Hektar Land gekauft und es den Bauern zur Verfügung gestellt: Die sogenannte „Lote H". Dort gibt es Strom und Hilfe für den Anbau. Die Bauern sind glücklich über die Unterstützung.

Kindern Chancen aufzeigen

Schulpartnerschaft ebnet Wege zu besserer Bildung

Das Instituto San Miguel ist bereits seit 2007 die Partnerschule der Katholischen Schule Hamburg-Harburg. Sie ist eine Primaria, also eine Grundschule, und einzige Schule in dem Armenviertel. Dank der Förderung durch die Partnerschaft hat sie sich zu einem Leuchtturm im Viertel entwickelt. Aber: Kaum ein Kind kann auf die weiterführende Schule gehen. Die finanzielle Situation der Familien im Armenviertel lässt dies nicht zu. Der Besuch der Sekundaria ist aber Voraussetzung für eine gute Ausbildung und gesicherte Existenz. Über die Schulpartnerschaft wurde 2012 ein Förderprogramm ins Leben gerufen. Dieses gibt Schülern die Chance zum Besuch weiterführender Schulen. Jeweils zum Schuljahresende werden bis zu drei Schüler  ausgewählt, deren Schulbesuch mit monatlich 50 Euro unterstützt wird: Für den Kauf von Schuluniform, Schuhen, Busfahrkarten, Schulmaterial etc.

Ein Spenderkreis finanziert dieses Programm. Derzeit nehmen 14 Schüler daran teil. Die ersten beiden Schüler haben im Dezember 2017 die Sekundaria abgeschlossen. Sie befinden sich jetzt im Studium bzw. in der Berufsvorbereitung. Das ist ein Novum in der Geschichte dieser Schule, was Mut macht und zum Lernen motiviert.

Musikpatenschaft – Chancen für Kinder durch Musik

Kinder benötigen für ihr Leben mehr als Nahrung und eine Bleibe. Eine gute Entwicklung kann durch Singen und Musizieren gefördert werden. Gerade für Kinder in sozialen Notlagen kann Musik stärkend wirken. Beim Singen in einem Chor, beim Erlernen eines Instrumentes und gemeinsamen Spiel erfahren sie Gemeinschaft, Freude, Erfolg, aber auch Halt sowie soziale Kompetenz für ihren Alltag und ihre Zukunft. Seit dem Jahr 2016 besteht in einem Armenviertel der Stadt Eldorado ein Kinderchor, der zweimal wöchentlich unter Anleitung eines Musikpädagogen singt.

Ziel ist es, auch einen Jugendchor aufzubauen, denn gerade Kinder in den Armenvierteln sind gefährdet in die Kriminalität abzurutschen.

Mehr Informationen hier.

Begegnung im Glauben

Begegnung im Glauben

Die Partnerschaft zwischen den Bistümern hat im Laufe der Jahre intensive Freundschaften und Begegnungen hervorgebracht. Erste karitative Projekte begannen im Jahr 2001 und werden bis heute aufrechterhalten.
Diese Projekte haben unmittelbare positive Auswirkung auf die Lebensqualität der Menschen. Regelmäßig verbringen junge Erwachsene ihr Freiwilliges Jahr im Bistum Iguazú. Im Umfeld von Weltjugendtagen treffen sich immer wieder Jugendlichen aus unseren Bistümern. Auch durch diese Begegnungen entstanden langjährige Freundschaften. Zum 10-jährigen Jubiläum der Schulpartnerschaft flog eine Schülergruppe der Katholischen Schule Harburg selbstfinanziert nach Eldorado. Auch die beiden Bischöfe haben sich bei Begegnungen kennengelernt.

Gerade der Austausch von persönlichen Begegnungen vor allem junger Menschen aus beiden Bistümern, der bisher schon sehr fruchtbar war, soll schrittweise ausgeweitet werden.

Kontakte zu Freiwilligendiensten in Iguazú:

Koordinator Dr. Michael Becker

Erzbistum Hamburg
Referent Fachbereich Weltkirche / missio-Diözesanstelle
Am Mariendom 4
Tel. (040) 248 77 – 355
becker@erzbistum-hamburg.de

Ihre Spende für Iguazú

Ihre Spende für Iguazú

Der Erzbischöfliche „Partnerschaftsfonds Iguazú" unterstützt kirchlich-ehrenamtliches Engagement in unserem Partnerbistum. Gefördert wird insbesondere die Gemeindecaritas, in der sich Freiwillige zur Verbesserung des Gemeinwohls nahezu ausschließlich engagieren. Jeder zur Verfügung stehende Euro wird so durch vielfaches menschliches Engagement der Gemeindecaritas vor Ort aufgewertet und multipliziert.

Durch die Hilfen erfahren die am Rand der Gesellschaft stehenden Menschen Wertschätzung. Sie werden motiviert, selbst aktiv zu werden. Mit ihren Aktivitäten zur Sicherung ihrer eigenen Existenz werden sie selbst zum positiven Vorbild für ihre Mitmenschen. Die Verwendung der Mittel wird durch das Erzbistum Hamburg laufend kontrolliert und die Ergebnisse evaluiert.

Die Hilfen sollen den Menschen im Partnerbistum Iguazú Zukunftsperspektiven eröffnen und ihnen ein Leben in Würde ermöglichen. Ihre Spende oder eine dauerhafte Unterstützung können z. B. Folgendes zur Verbesserung der Lebenssituation bewirken:

 

  • Mit 10 Euro tragen Sie zur Grundversorgung eines Kindes mit Nahrungsmitteln für einen Monat bei.
  • Mit 50 Euro ermöglichen Sie einem Jugendlichen den Besuch einer weiterführenden Schule für einen Monat.
  • Mit 150 Euro tragen Sie die Kosten für das Monatshonorar eines Musikpädagogen in einem Armutsviertel.
  • Mit 500 Euro ermöglichen Sie es einer Familie, auf einem kleinen Stück Land sesshaft zu werden und vom Ackerbau zu leben.

Onlinespenden sind hier möglich.


powered by webEdition CMS